Winter der Toten

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schachtelWinter der Toten ist ein Coop-Spiel, allerdings besteht auch die Möglichkeit „allein“ zu gewinnen. Dies kann entweder passieren, wenn man den Verräter gezogen hat und das Spiel zu seinen Gunsten wenden kann oder indem man sein eigenes Spielziel gemeinsam mit dem Gesamtsieg erreicht.

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines oder mehrer Überlebender einer Zombieapokalypse. Diese starten zuerst in der Kolonie und können im Laufe des Spiels mehrere Standorte besuchen und dort agieren. Es gibt verschiedene Spielziele, die frei auswählbar sind oder zufällig gezogen werden können. Von den verschiedenen Spielzielen gibt es jeweils eine leichtere und eine schwerere Variante.

Jeder Charakter, den der Spieler verkörpert, muss nun verschiedene Dinge tun. Es ist immer ratsam, vorher die Spielzüge mit seinen Mitspielern abzusprechen, überhaupt ist Winter der Toten ein sehr kommunikatives Spiel. Anfangs wird eine neue Krise aufgedeckt. In diesen Krisen müssen die Spieler verschiedene Dinge beschaffen, um nicht den Sanktionen anheim zu fallen, die passieren, wenn man die benötigten Materialien nicht zusammenbekommt. Dann würfeln alle Spieler, die ihnen zur Verfügung stehenden Würfel. In der Regel ist das ein Würfel pro gespieltem Charakter und einer zusätzlich. Jeder Spieler startet zu Beginn mit zwei Charakteren, das bedeutet er darf mit drei Würfeln würfeln. Im Laufe des Spiels können Charaktere verloren werden, indem sie sterben, aber auch durch Ausspielen von Handkarten neue Charaktere ins Spiel gebracht werden.

Nun beginnt der jeweils wechselnde Startspieler, indem ihm eine Schicksalskarte vorgelesen wird. Darauf sind verschiedene Szenarien dargestellt. Manchmal bedeutet das, die Karte kann ungelesen weggelegt werden oder auch, das die Karte erst während des Spielzuges aktiviert wird. Es gibt für jeden Spieler sogenannte freie Aktionen (Karten ausspielen, Beitrag zur Krise, usw.) und Aktionen die Würfel benötigen. Welchen Wert der Würfel für den Kampf oder das Durchsuchen in den einzelnen Standorten aufweisen muss, ist auf der Charakterkarte verzeichnet. Bewegung kostet zwar keine Würfel, jedoch muss bei den meisten Charakteren der Infektionswürfel geworfen werden. Dieser Würfel zeigt verschiedene Optionen an. Es besteht die Möglichkeit, dass nichts passiert, man kann aber auch sterben oder eine Wunde erleiden. Wenn dies eine Erfrierung ist, bekommt dieser Charakter von nun an zu Beginn des Spielzugs einen weiteren Schaden. Beim Erleiden des dritten Schadens ist der Charakter automatisch tot.

Auch beim Angreifen muss der Charakter in den meisten Fällen den Infektionswürfel werfen. Dies hat die gleichen Auswirkungen. Heilen kann man dies über Medikamentenkarten, die man auf der Hand hat und entweder zu Beginn des Spiels bekommt oder in einem der Standorte beim Durchsuchen findet. In jedem Fall ist nach dem Angriff der angegriffene Zombie tot. Zombies kommen immer am Ende aller Spielzüge ins Spiel, außerdem sind zu Beginn des Spiels meist schon Zombies vor der Kolonie und den Standorten.

Standort

Beim Durchsuchen darf der Spieler eine oder mehrere Karten vom Stapel des Standortes ziehen. Es besteht die Möglichkeit, mehrere Karten mit einem Aktionswürfel zu ziehen, dafür wird dann ein Geräuschmarker gesetzt. Der Spieler darf aber nur eine Karte der gezogenen behalten. Für jeden Geräuschmarker der am Standort liegt, wird später gewürfelt, ob ein zusätzlicher Zombie dort erscheint oder nicht. Durch Spezialfähigkeiten oder bereits gefundene Handkarten kann ein Charakter an einem speziellen oder auch an mehreren Standorten mit einem Aktionswürfel mehrere Karten aufnehmen.

Für jeden in der Kolonie verbleibenden Überlebenden muss am Ende der Runde Essen zur Verfügung stehen. Durch das Ausspielen von Handkarten mit Nahrungssymbol kann dies erreicht werden. Eine Nahrung sättigt zwei Überlebende. Für jedes Nahrungssymbol wird ein Essensplättchen in den Nahrungsvorrat der Kolonie gelegt. Kann man am Ende der Runde nicht alle Überlebenden in der Kolonie versorgen, so wird in den Nahrungsvorrat ein Hungermarker gelegt. Dieser bedeutet sofortigen Abzug eines Moralpunktes, außerdem bleibt dieser Hungermarker im Nahrungsvorrat. Wenn in der nächsten Runde die Nahrung wieder nicht reicht, so kommt ein neuer Hungermarker in den Nahrungsvorrat hinzu und es werden zwei Moralpunkte abgezogen.

Auch durch den Tod eines Charakters oder oftmals beim Nichterfüllen eines Krisenauftrags erleidet die Spielgruppe Moralabzug. In der Kolonie befindet sich außerdem der Abfallstapel, dieser besteht aus den abgeworfenen Karten der Spieler. Fasst dieser Stapel mehr als zehn Karten, so muss dieser geleert werden. Dies kann jeder Spieler, von dem sich mindestens ein Charakter in der Kolonie befindet durch Ausgeben eines Aktionswürfels. Dann werden drei Karten vom Stapel genommen. Ist am Ende der Spielerzüge der Abfallstapel über zehn Karten, so wird automatisch ein Moralpunkt abgezogen. Sinkt die Moral auf null, so ist das Spiel für alle verloren.

charaktere

Am Ende aller Spielerzüge wird nun die Nahrung an die Überlebenden in der Kolonie verteilt, die Krise wird abgehandelt und der Abfallstapel wird überprüft. Nun kommen noch neue Zomies in der Kolonie und an den Standorten ins Spiel. Falls die Kolonie von Zombies überrannt wird, ist das Spiel ebenfalls verloren. Wenn ein Standort mit Zombies überrannt wird, so stirbt jeder Charakter, der sich dort befindet. Dies führt natürlich wieder zu Moralpunkteabzug.

Es kann vorkommen, dass ein Spieler als Spielziel den Verrat zieht. Dieser Spieler sabotiert nach seinen Möglichkeiten das Spiel der Gruppe. Falls die Gruppe einen Spieler im Verdacht hat, Verräter zu sein, so kann dieser per Abstimmung mit seinen Charakteren aus der Kolonie verbannt werden. Dieser Spieler bekommt dann ein neues Spielziel und kann seinen Mitspielern in der Kolonie nun nicht mehr so gefährlich werden. Allerdings kann er nun offen den Verrat ausspielen und es gibt noch genug Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen und der Gruppe den Sieg streitig zu machen.

Fazit zu Winter der Toten

 

Das Brettspiel Winter der Toten zählt in unserer Sammlung auf jeden Fall zu den Favoriten. Auch wenn anfangs dir Regeln schwer erscheinen, so findet man sich während des Spiels schnell hinein. Das Wichtigste bei Winter der Toten ist die Kommunikation unter den Spielern. Keiner sollte seine Aktionen ausführen ohne vorher mit seinen Spielkameraden darüber zu reden. Es sei denn, man ist der Verräter und sabotiert den Spielverlauf für die anderen Spieler. Auch diese Rolle kann für den Spieler sehr herausfordernd und amüsant sein.

Das Spielmaterial ist durchgehend von guter Qualität. Es wäre schön gewesen, die Standorte in das Spielbrett der Kolonie zu integrieren. Allerdings sollen mit Spieleerweiterungen neue Standorte hinzu kommen. Deshalb ist diese Lösung durchaus akzeptabel.

Für mich ist dieses Spiel sowohl zu zweit, als auch mit bis zu fünf Spielern einwandfrei spielbar. Jedoch sollte man bei fünf Spielern durchaus 3-4 Stunden Spielzeit einplanen.

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