Bohnanza – Ich glaub‘ es hackt

Bohnanza - Ich glaub' es hackt!
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Zu meiner Übung und für euch zum Kennenlernen unserer Seite haben wir uns für den Anfang für ein kleines, aber feines Kartenspiel entschieden.

Bohnanza - Ich glaub' es hackt.
Ich spreche von Bohnanza. Das Grundspiel ist für 3-5 Spieler. Das empfohlene Mindestalter liegt bei 12 Jahren. Die Spieldauer beträgt, je nach Mitspielern zwischen 35 und 50 Minuten. Es geht darum, mit Bohnen zu handeln. Diese werden auf Feldern angebaut und zum bestmöglichen Preis verkauft. Je mehr Bohnen ein Spieler von einer Sorte auf einem Feld anbaut, umso höher ist der Ertrag, den er beim Ernten und Verkaufen erzielt. Das Ziel von Bohnanza ist es, am Ende den meisten Gewinn, sprich die meisten Bohnentaler zu erspielen.

Bohnanza-Karte. Vorder- und RückseiteDas Spiel endet, wenn der Zugstapel zum dritten Mal gemischt und aufgebraucht wurde. Logischerweise wird dieser Zugstapel bei jedem Mischen kleiner und die Häufigkeit der darin enthalten Bohnen ebenso, da immer wenn man angebaute Bohnen verkauft, der Verkaufswert der Bohnen in Bohnentalern einbehalten wird. Um Bohnentaler zu erlangen, werden die Bohnenkarten einfach umgedreht.

 

Wie wird Bohnanza gespielt

Spielfeldaufbau
Zu Beginn des Spiels hat jeder Spieler zwei Bohnenfelder. Diese Felder denkt man sich, auf dem Spielbereich, der einem zur Verfügung steht. Das Bild hilft, das zu verdeutlichen.

Ein weiteres drittes Bohnenfeld ist im Spielverlauf gegen Bohnentaler käuflich erwerbbar. Je nach Taktik ist das dritte Bohnenfeld notwendig und kann einem zum Sieg verhelfen. Folgende Bohnensorten sind im Grundspiel enthalten: Brechbohnen, Sojabohnen, Saubohnen, blaue Bohnen, rote Bohnen, Augenbohnen, Gartenbohnen und Feuerbohnen.

Bohnenkarten

Jede Bohnensorte ist in verschiedener Häufigkeit im Spiel vorhanden. Danach staffelt sich auch der Verkaufspreis der Bohnen. Das bedeutet, eine Bohne mit der Häufigkeit von acht Stück im Spiel kann bereits ab zwei angebauten Bohnen für einen Bohnentaler verkauft werden. Dagegen kann eine Bohnensorte mit der Häufigkeit von 20 im Spiel erst ab vier angebauten Bohnen zu einem Bohnentaler umgewandelt werden. Unter der jeweiligen Bohnensorte ist aufgezeichnet, für welchen Wert Bohnentaler man wie viele Bohnen verkaufen darf.Detailansicht Bohnenkarte

Anfangs werden alle Bohnenkarten gemischt, jeder Mitspieler bekommt 5 Karten auf die Hand. Wichtig: Die Reihenfolge auf der Hand darf niemals verändert werden! Alle weiteren Karten, die gezogen werden, müssen hinter die bereits vorhanden Bohnenkarten gesteckt werden. Der Spieler links neben dem Kartengeber eröffnet das Spiel. Im Uhrzeigersinn geht es dann weiter. Es wird in vier Spielphasen unterteilt:

  1. Bohnenkarten ausspielen (es muss mindestens eine Karte abgelegt werden, die Zweite darf abgelegt werden)
  2. Handeln und Schenken (der aktive Spieler darf mit allen anderen Mitspielern handeln und diese mit ihm)
  3. gehandelte Bohnen anbauen (man darf diese nicht auf die Hand nehmen)
  4. neue Bohnenkarten ziehen (bis man wieder fünf Karten auf der Hand hat)

In der ersten Spielphase legt der aktive Spieler die vorderste Karte seines Stapels auf ein Bohnenfeld. Ist keines frei, muss ein Feld geerntet werden, egal ob mit Ertrag oder ohne. Die Felder dürfen immer nur sortenrein bepflanzt werden. Ob die zweite Karte des Stapels ausgespielt wird, entscheidet der Spieler selbst. Mehr wie zwei Karten dürfen in dieser Phase nicht ausgespielt werden.

Nun darf der aktive Spieler in der zweiten Phase handeln und schenken. Es dürfen sowohl alle Mitspieler mit dem aktiven Spieler handeln, als auch dieser mit ihnen. Bedingung ist, dass der aktive Spieler am jeweiligen Handel beteiligt sein muss. Was untereinander gehandelt wird, liegt im Ermessen der Spieler. Es ist ebenso möglich, Bohnenkarten zu schenken. Dies kann nützlich sein, falls man eine Karte auf der Hand hat, diese aber nicht anbauen möchte. Der andere Spieler kann, muss aber das Geschenk nicht annehmen.

Phase drei ist jetzt, die erhandelten Bohnen anzubauen. Die erhandelten Bohnen dürfen nicht auf die Hand genommen werden. Jeder am Handel beteiligte Spieler pflanzt nun diese Bohnenkarten auf seine Felder an. Falls notwendig, dürfen nicht aktive Spieler in dieser Phase auch ernten.

Die vierte Phase ist die Ziehphase. Hier zieht der aktive Spieler so viele 3 Karten vom Zugstapel nach, bis er wieder fünf Handkarten hat. Die gezogenen Karten werden hinter die schon vorhandenen Karten gesteckt. Auch hier darf die Reihenfolge nicht verändert werden. Nun ist der nächste Spieler am Zug.

Unser Fazit

 

Alles in allem kann man mit diesem Spiel einen kurzweiligen Spieleabend verbringen. Ob mit der ganzen Familie, mit Freunden oder völlig Unbekannten, dieses Spiel bietet für jede Altersklasse etwas und führt Menschen zusammen.

Die Schwierigkeit des Spiels ist relativ niedrig. Auch wenn das empfohlene Alter bei 12 Jahren liegt, so ist Bohnanza doch auch schon mit 9-Jährigen durchaus spielbar. Für einen Erwachsenen sollten die Regeln ohnehin leicht verständlich sein.

Je nach Anzahl der Mitspieler wächst bei diesem Spiel der Spaß mit. Besonders in der Handelsphase kann es heiß hergehen und so manch unerfahrener Spieler wird sein blaues (Bohnen)wunder erleben. Für Unterhaltung ist definitiv gesorgt.

Die Qualität der Spielkarten ist normal bis Überdurchschnittlich. Da kein weiteres Zubehör dabei ist, dies aber durchaus ausreichend ist, ist auch das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen.

Im Grundspiel fehlen die Karten für das erste und zweite Bohnenfeld. Diese wären sehr wünschenswert, deshalb gibt es für diesen Punkt eine niedrige Wertung.

Das Design dieses Spiels ist unserer Meinung nach sehr gut gelungen. Die Zeichnungen auf den Bohnenkarten tragen immer zur Erheiterung bei, besonders für Erstspieler.

Auch wenn dieses Spiel bereits etwas in die Jahre gekommen ist, so kann man Bohnanza doch immer wieder spielen. Durch die lustige Bohnen-Benennung und die einfachen Regeln ist die Idee des Spiels zeitlos und doch innovativ.

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2 comments on “Bohnanza – Ich glaub‘ es hackt

  1. Hallo,

    vielen Dank für die schöne Beschreibung von diesem tollen Kartenspiel. Ich habe einen redaktionellen Hinweis, der meines Erachtens jedoch relevant ist. Beim Nachziehen der Karten dürfen gem. Anleitung nur 3 Karten gezogen werden, dies führt dazu, dass nicht immer jeder Spieler 5 Karten auf der Hand hält.
    Viele Grüße!

    Marc

    1. Hallo Marc,

      danke für deinen Kommentar und den Hinweis mit den drei Karten. Du hast natürlich recht. Das steht so in der Anleitung.

      mfg
      Tobias

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